Neuverschuldung Deutschlands

Die Neuverschuldung Deutschlands ist im Wahljahr insbesondere wegen möglicher in Aussicht gestellter Steuersenkungen immer wieder ein Thema. Da man sich als Bürger aber keine Ausmaße über die wirkliche Staatsverschuldung machen kann, hat nun der Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. eine – nun ja – plakative Aktion zur Steuerverschwendung und den Staatsschulden ins Leben gerufen: „In den Arsch treten“ (Update: 09/2013: in-den-arsch-treten.de ist leider offline).

Nicht nur der Anstieg der Schulden ist beispiellos, sondern auch das überhastete, größtenteils nicht nachvollziehbare Ausgeben von Milliarden durch die Bundesregierung (…). Diese Bundesregierung hat jeglichen Kontakt zur Realität verloren, und wird von dem bevorstehenden Wahlkampf getrieben.
Rolf von Hohenhau, Präsident des Bundes der Steuerzahler in Bayern

Nennenswert sind hier insbesondere die Zahlen und Fakten, welche dieser Kampagne zu grunde liegen. So hat der Staat 2008 ganze 110 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen erzielt als 2005. Dennoch steigt die Neuverschuldung Deutschlands weiter. So schätzt der Steuerzahlerbund die Nettokreditaufnahme 2009 auf 55 Milliarden Euro, ein neuer Negativrekord. Das sind 55.000.000.000 Euro neue Schulden der Regierung. Für Bund, Länder und Gemeinden sollen es 140 Milliarden Euro Neuverschuldung werden.
Damit erhöht sich die Neuverschuldung pro Sekunde (!) von 474 Euro im Jahr 2008 auf ordentliche 4.439 Euro pro Sekunde. Würde man die Neuverschuldung in 1-Euro-Münzen aneinander reihen, reicht die Münzschlange 81mal um den Äquator.
Nicht zuletzt aus diesem Grund wird die Reichensteuer oder die Einführung einer Finanztransaktionssteuer diskutiert.

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