Mehr Posts, mehr Traffik – weniger Logik

Grundsätzlich liest man immer wieder, Inhalte würden zählen (Stichwort: Content is king).
Hintergrund der Aussage ist die Annahme, dass mehr gute, einzigartige Inhalte, viele Verweise und Besucher wie Suchmaschinen anziehen. Das gilt meinen Erfahrungen nach aber nur zum Teil.

Inhalt ist nur Voraussetzung

Content mag zwar King sein, aber ein ziemlich einsamer King. Nur etliche Verweise traffikreicher Seiten verschafft dem King Content die Macht, Besucher anzuziehen. Damit kommen etwas verzögert auch Suchmaschinen, die regelmäßig einen Großteil der Besucher bringen.

Nun gibt es Themen, bei denen gibt’s aber kaum mal einen Verweis einfach weil der Inhalt gut ist. Da kann man also an den Inhalten feilen wie man will, allein das reicht nicht.

Angenommen man hat diese Hürde genommen und Besucher kommen. Dann scheint folgende Annahme zu greifen:

Mehr Inhalt gleich mehr Traffik

Im Zweiten Schritt kann man nun oft lesen, mehr Inhalte, mehr Trefferfläche, ergo mehr Besucher.
Diese Logik erscheint zwingend. Denn wenn ich mit Inhalt Verweise und Besucher schaffen bzw. anziehen kann, dann müsste mit mehr Inhalt ….
Dies zu verifizieren ist meist recht schwer.

Das die Annahme zumindest nicht linear gelten kann, merkt man spätestens, wenn man die doppelte Menge gekauften Traffik (etwa via Google Anzeigen) auf eine Zielseite loslässt. Doppelte Ergebnisse erhält man damit nicht zingend.

Ein sehr anschauliches Beispiel jenseits dieser Tests zeigt nun Robert Basic durch seine interne Auswertung zum Traffikverhalten. Mittels zweier Grafiken vergleicht er Postingfrequenz mit Besuchermenge. Aufgrund der zahlreichen Posts und ebenso zahlreichen Besuchern minimieren sich dabei auch Ausreißer in den Statistiken. Im Ergebnis zeigt seine Auswertung über den bestimmten Zeitraum, dass gerade kein Zusammenhang zwischen mehr Posts und mehr Besucher besteht.
Das ist umso bemerkenswerter und aus meiner Sicht überraschender, da Robert Basic sehr viele Besucher via Feed hat. Und diese kommen „nur“ bei neuen Artikeln. Aufgrund der vollständigen Feeds gelangen diese je nach Erfassung aber vielleicht nicht umfänglich in die Besucherstatistik.

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