Die Vereidigung von Obama in Zahlen

Weltweit waren die Menschenmassen bei der Vereidigung von Amerikas neuen Präsident Barack Obama zu sehen. Selbst auf Google Earth wollen die anwesenden Menschen kein Ende nehmen. Was und wie viel hinter dieser Amtseinführung steckt, wollte ich nun mal genauer wissen.

Laut Focus 04/2009, S. 115 waren etwa 5 Millionen Gäste geplant. Diesen standen 5.000 zusätzliche transportierbare Toiletten zur Verfügung. Im Vorfeld gab es bereits Zweifel ob selbst diese Anzahl für die Inauguration – wie die Amtseinführung auch heißt – ausreichen würden. „Wenig trinken, vor allem keinen Kaffee“ lautete daher die offizielle Empfehlung an die kommenden Besucher. Bei längst ausgebuchten 100.000 Hotelbetten will ich gar nicht wissen, wie die meisten die Nacht verbracht haben. Focus spricht von „saufen statt schlafen“. Das mag jetzt etwas lächerlich klingen, doch Washington hat offiziell allen Bars, Restaurants, Kneipen, Discos erlaubt, um die Tage rund um die Uhr geöffnet zu haben. Kein Scherz.

10.000 Sonderbusse brachten schließlich die Menschenmengen zum Ziel. Denn die U-Bahnen können maximal 850.000 Menschen am kompletten tag transportieren. Park and Ride wäre daher allenfalls bis zum Parken gekommen. Dort sorgten über 42.000 Polizisten für Sicherheit. Gekostet hat das natürlich auch etwas. Momentan liegen die Schätzungen bei 160 Millionen US-Dollar. 160.000.000 US-Dollar. Hätte man die Einführung in „kleinem Rahmen“ abgehalten, wäre das Rettungspaket für die deutschen Banken schon refinanziert gewesen. Da die meisten Besucher ja keine Sicht auf die Vereidigung hatten, sorgten 22 Großbildleinwände für Transparenz und Unterhaltung.

Für Obama ändert sich danach wenig, denn täglich umsorgen die Familie 90 Angestellte. Hoffentlich findet der Präsident dann auch die Zeit, das Schwimbad, die Bowlingbahn oder das Kino im weißen Haus zu nutzen.

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