Bürokratiekosten für Unternehmen

Der nationale Normenkontrollrat schätzt die Bürokratiekosten für Unternehmen in Deutschland pro Jahr auf sage und schreibe 31,2 Milliarden Euro. Das sind 31.200.000.000 Euro. Den größten Anteil daran trägt übrigens der Mittelstand. Denn der viel zitierte Mittelstand macht 99,6% aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland aus.

Bedenkt man, dass der Normenkontrollrat von der Bundesregierung eingesetzt wird und vollen Zugriff auf die Daten des statistischen Bundesamtes hat, gewinnt die Einschätzung deutlich an Gewicht.
Dass allerdings der Normenkontrollrat für diese Einschätzung selbst 2 Jahre gebraucht hat und dies erneut Bürokratiekosten verursacht hat, sei einmal dahingestellt. Die zwei größten Kostenverursacher sind die Aufbewahrungspflicht von Rechnungen sowie die Steuererklärungen.
Mehr zu den Bürokratiekosten auf Basis der Untersuchungen des Normenkontrollrates.

Dabei bräuchte man doch „nur“ auf die betroffene Zielgruppe hören, anstatt Bürokratie weiter mit Bürokratie zu bekämpfen. So hat etwa das Wirtschaftsmagazin ProFirma 713 Unternehmer befragt, welche Bürokratiekosten sie am meisten ärgern.
Dabei lagen die Steuererklärungen sowie die Aufbewahrungspflicht von Rechnungen auf Platz 3 und 4.
Mehr zu den Bürokratiepflichten für Untermehmen auf Basis der Studie.

Aktuell versucht die Bundesregierung mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) als Antwort auf den SoX (Sarbanes-Oxley-Act – Reaktion der USA auf viele Bilanzskandale 2002) die Bürokratiekosten für Unternehmen zu senken.

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