Apophis – Asteroid bedroht Erde laut Spaceguard

Man kennt das als Laie eigentlich nur aus Hollywood: ein erdnaher Asteroid (Planetoid) beroht bei einem Crash die Erde. Doch diese Gefahr ist nicht so theoretisch wie man vielleicht glauben mag. Spaceguard ist ein Früherkennungssystem, das nach erdnahen Asteroiden im Weltall sucht, die der Erde gefährlich werden können – also auf Kollissionskurs liegen.

Unterschied von Asteroid, Meteorid oder Komet

Asteroide, Meteoride und Kometen sind alle Kleinkörper des Sonnensystems. Asteroide sind größer als Meteoriden wobei es keine einheitlichen klaren Abgrenzungsgrößen gibt. Meist liegt die Unterscheidung bei etwa 1 km Durchmesser. Kometen sind auch Kleinkörper, bestehen aber aus eher losem Verbund aus Eis, Gestein und Gas. Durch Sonnenstrahlen verdampft deren Oberfläche, was dazu führt, das sich entland der Flugbahn ein sichtbarer Schweif zieht.

Spaceguard sucht nach erdnahen Asteroiden auf Kollissionskurs

7 kleine Teleskope suchen den Nachthimmel nach gefährlichen Asteroiden ab. Davon stehen fünf auf dem Festland der USA, eines auf Hawaii und ein Teleskop auf Australien. Bedenkt man die katastrophalen Folgen einer solchen Kollision, kommt einem das recht minimalistisch vor. Tatsächlich schaffen es diese sieben Teleskope auch nur zweimal im Monat den Nachthimmel weitgehend abzusuchen. Dabei muss dann auch der Asteroid vom reflektierenden Sonnenlicht sichtbar sein. So schätzt man bei Spaceguard auch, dass etwa 1.200 gefährlicher Asteroiden existieren, von denen man derzeit ca. 800 entdeckt hat. Dabei konzentriert man sich aber auch große Körper von mehr als einem Kilometer Durchmesser. Denn auch kleinere Körper können bei einem Einschlag ganze Grpßstädte vernichten.

Apophis

Was zu befürchten war, ist nun auch eingetreten. Spaceguard hat Apophis entdeckt. Der erdnahe Asteroid hat „nur“ 0,27km Durchmesser, kommt aber der Erde nach jetztigen Berechnungen am Freitag, den 13. April 2029 verdammt nahe. Die Berechnungen schwanken derzeit zwischen 6.000 bis 30.000 km. Selbst 30.000 km sind nach den Maßstäben des Weltalls winzig. Wird der Asteroid Apophis auf seinem Weg durch einen anderen Körper auch nur minimal abgelenkt, könnte es richtig ernst werden. Diese Chance wird derzeit von Wissenschaftlern auf 2,7% bemessen.
Aber selbst wenn Apophis 2029 die Erde ganz knapp verfehlt, könnte er so abgelenkt werden, dass er auf seiner neuen Umlaufbahn dann doch wiederum die Erde trifft. Dafür müsste Apophis durch das so genannte Gravitations-Schlüsselloch treffen. Über diese Wahrscheinlichkeit gehen die wissenschaftlichen Berechnungen noch weit auseinander (meist 0,0022 %).
Ein Einschlag würde wohl ca. 510 Megatonnen TNT freisetzen. Die Atombombe in Hiroshima hatte eine Sprengkraft von 0,015 Megatonnen. Daher laufen schon Überlegungen, wie man ggf. die Umlaufbahn von Apophis beeinflussen könnte (Projekt „Don Quijote“).

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